Frohe Weihnachten – meine persönlichen Gedanken
Liebe Maestras, liebe Freunde der KI und solche, die es werden wollen,
das Jahr ist fast vorbei, Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr fühlt sich für mich noch nicht ganz fertig an, es ging irgendwie zu schnell – kennt Ihr das?
Ich bin bestimmt nicht die einzige, die in diesen Tagen zurückschaut auf das Jahr, im Privaten als auch im Geschäftlichen. Ich gehe durch meinen Kalender, ich gehe durch die Fotos, die ich gemacht habe und bei vielen denke ich „Ach ja, das hätte ich schon fast wieder vergessen!“ oder auch „oooh, das war schön…“ oder „Ach, was hatten wir für einen schönen Abend, ich muss xxx unbedingt mal wieder treffen“. Es gibt fast keine Fotos, die mich an die traurigen und schweren Anlässe erinnern, denn da mache ich normalerweise keine Fotos.
Insofern ist meine Dokumentation dieses Jahr sehr lückenhaft. Ich schenke diesen schweren Momenten Erinnerungen, aber in der Rückschau sehe ich die schönen Momente. Das wird bei Euch vermutlich genauso sein, das hoffe ich und wünsche ich Euch.
FOKUS.
Fokus ist in dieser schnellen Welt zur Kernkompetenz geworden. Wir müssen uns bewusst entscheiden, worauf wir schauen – sonst lassen wir uns nur ablenken und treiben.
Fokus auf #zukunftslust – das ist mein Lieblingswort dieses Jahr und irgendetwas wird daraus entstehen (Zukunftslust.eu darf noch etwas Besonderes werden).
Zukunftslust ist so ein mächtiges Wort.
Zukunftslust ist für mich persönlich alternativlos. Es ist eine Entscheidung, eine Haltung, ein Wegweiser in meinem Leben. Wir leben in der spannendsten Zeit, die es je gab. Wir leben ganz sicher in einer Zeit, die immer schneller wird, die mehr Innovationen, mehr Veränderungen hervorbringt als jede andere Zeit in unserer Geschichte.
Wir sagen „Das Leben wird nie wieder so langsam sein wie heute“ und wir sagen „Die KI wird nie wieder so dumm/schlecht sein wie heute“. Beides stimmt, denke ich.
Das macht Mut und es macht auch Angst. Wir kommen ja jetzt schon kaum noch mit – oder geht es Euch anders als mir?
Gesund zu bleiben in dieser Zeit heißt, gezielt rauszugehen aus der Schnelligkeit – in die innere Langsamkeit, in die Verbundenheit mit uns selbst. Ende Januar endet meine Ausbildung als Human Flow Coach, hier geht es genau darum: mentale Gesundheit, zu sich nach Hause kommen, verbunden sein. So wichtig und immer wichtiger. Wir müssen ganz bewusst Pausen machen, uns auf uns fokussieren und spüren, um gesund zu bleiben – oder zu werden. Das sind neue Kernkompetenzen.
Unsicherheit ist das neue Normal. Niemand Seriöses wagt es, die Zukunft mehr als 3-5 Jahre zu prognostizieren und das war VOR KI anders. Viele wagen nicht einmal 2 Jahre.
Und wir müssen verstehen, wie wenig echt ist von dem, was uns digital umgibt. Social Media prognostiziert so einiges, alle springen auf den Zug auf und es multipliziert sich – auch weil vieles mit und von KI geschrieben wird und KI genau diese Meinungen findet und reproduziert. Über 50% der Inhalte im Netz sind inzwischen KI-generiert. Wenn wir das nicht verstehen, können wir uns auch nicht bewusst davon lösen.
Auf einige Trends „springe“ ich auf – oder ich erlebe sie auch exakt so und damit ist es vielleicht kein Springen.
Dazu gehört: Wir sehnen uns nach mehr Offline-Begegnungen. Persönliche Begegnungen sind sehr wertvoll, waren es schon immer, aber nicht immer hatten wir Alternativen und damit auch nicht immer den direkten Vergleich. In meiner KI-Bubble erlebe ich das sehr intensiv: Wir wollen uns treffen, einen Kaffee trinken, reden, gemeinsam arbeiten, lernen, erleben. In einem höchst digitalen Bereich wird die Sehnsucht nach echten Begegnungen groß.
KI ist Mathe in Code (sagt Barbara Lampl immer). Alles, was KI übernehmen kann, alles was sich mathematisch „erledigen“ lässt, wird KI übernehmen. Nicht über Nacht, aber wohl schneller als irgendetwas vorher. Auch in Deutschland, auch wenn wir langsam sind. Wir haben Fachkräftemangel, wir haben wirtschaftliche Interessen, KI kann Junior-Stellen bereits fast vollständig ersetzen und sie fängt an, dies auch zu tun.
Wir werden umdenken müssen. Komplexe, interdisziplinäre Dinge kann KI nicht. Oder sie kann es nicht besonders gut (auch wenn sie das Gegenteil behauptet). Sie hat auch kein besonders gutes Gedächtnis, auch wenn es immer besser wird. Aber es ist kein Vergleich zu dem, was wir können, trotz all der Filter, die unser Hirn wirken lässt, um die ca. 80.000 Gedanken pro Tag irgendwie zu verwalten.
Der Mensch ist wirklich etwas ganz Besonderes. Ich bin überzeugt, da stimmt Ihr mir zu. Mit unseren Gefühlen, mit unseren Hormonen, mit unseren Fähigkeiten, Emotionen zu empfinden und Verbindungen einzugehen. Zu lieben, zu hassen, zu trauern, zu lachen, zu feiern und jede nur mögliche Gefühlslage mit allen Sinnen zu erleben. Herzschmerz tut weh, wir schweben vor Glück. Da wird jede KI neidisch, oder zumindest tut sie so.
Ist KI die Antwort auf eine immer einsamere Gesellschaft? Ja, es gibt Menschen, die in KI genau den Partner suchen, den sie im realen Leben nicht haben. Ich will das gar nicht kritisieren. Aber diese Sehnsucht, dass wir mehr Menschsein ersehnen, dass wir echte Verbindungen feiern, dass wir nicht nur Kaffee trinken, sondern uns dabei auch fühlen, riechen, uns gegenseitig mit Lachen und Emotionen anstecken und dass Gemeinsamkeit fühlbar wird…. Das ist das, worauf es ankommt.
Zukunftslust bedeutet für mich, dass ich darauf blicke, dass genau das mehr wird.
Weihnachten und das Jahresende laden uns dazu ein. Nehmt Euch vielleicht im Kreise Eurer Lieben eine digitale Auszeit, Dopaminfasten, vielleicht WhatsApp & Co. vorübergehend löschen und Social Media auch. Wenn es schwer fällt, ist es höchste Zeit.
Ich werde zwischen den Jahren all die Dinge machen, die in den letzten Monaten zu kurz kamen. Sehr viel Ruhe, sehr viel Zeit für Bücher, für Malen, für Freunde, für meine Badewanne, für tolle Gespräche, Raunachtsrituale und viele Genussmomente. Am 29. Dezember gibt es noch eine letzte Ausgabe von „KI Kompakt“ und die ist schon fast fertig.
Euch wünsche ich eine Zeit exakt so, wie sie für Euch und Eure Lieben perfekt ist. Lasst es Euch gut gehen.
Weiterlesen in KI Kompakt
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Alles Liebe,
Eure Manuela
